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F3B – Was ist das?
Diese Frage soll in der folgenden Ausführung geklärt werden.
Allgemein ist zu sagen, dass F3 für den ferngelenkten Modellflug steht und das B wiederum für Segelfliegen. Allerdings kann sich darunter kaum einer was vorstellen, es gibt schließlich auch noch einige andere Arten des Modellsegelfluges.
F3B besteht aus drei Disziplinen, die allesamt mit dem gleichen Modell geflogen werden. Dieses wiederum darf aber keinen Antrieb haben (ausgenommen der Servos), muss sich also ohne Hilfe in der Luft halten. Es soll hier keine Aerodynamikabhandlung verfasst werden, deshalb wird das etwas zusammen gefasst.
Okay, werden jetzt einige denken, was ist denn jetzt das besondere am F3B? Es sind die drei offiziellen Aufgaben. Der Zeitflug, der Streckenflug und der Speed- oder Geschwindigkeitsflug. Dieses drei für sich schon schwierigen Aufgaben müssen von ein und demselben Piloten geflogen werden mit wie bereits gesagt, ein und dem selben Modell. Das heißt, das ein F3B-Flieger ein Kompromiss ist, um das Optimum bei allen drei Aufgaben herauszuholen.
Was muss man den jetzt in einem Durchgang eines solchen Wettbewerbs genau machen?
Es sind vier wichtige Aufgaben:
Erstens: Der Start
Da Modelle, die in der Ebene gestartet werden nur selten, insbesondere in der Dimension eines F3B-Modells, lange aus dem Handstart heraus in der Luft bleiben, benötigt man eine Starteinrichtung. Nach dem aktuellen Reglement ist dafür eine 1,1 kW Elektrowinde die beste Lösung. Durch diese wird ein Nylonseil von insgesamt 400m Länge gestrafft. Dieses Seil läuft in 200m Entfernung über eine Umlenkrolle wieder zurück zur Winde.
Soll ein Modell gestartet werden, wird es mit Hilfe eines Hochstarthakens mit dem Seil verbunden und dann durch Anspannen des Seils mit Hilfe der Winde, in die Luft gehoben. Die dabei entstehende Geschwindigkeit aber auch der Luftwiderstand der Modelle sorgen für den enormen Höhenzuwachs. Bis dahin ist alles noch mit einem Start eines großen Segelflugzeugs zu vergleichen, denn erst jetzt kommt die Besonderheit.
Ist das Modell über der Umlenkrolle, drückt der Pilot ins Tiefenruder, dabei beschleunigt der Flieger und nimmt die Energie aus dem Seil auf. Im folgenden zieht man am Höhenruder um die „gewonnene“ (Physiker mögen mir diesen Ausdruck verzeihen, natürlich wird die Energie nur umgewandelt und nicht in Höhe sondern wieder in Energie) Energie in Höhe umzuwandeln. Dabei werden je nach Wind und Wetter Höhen über 300m erreicht.
Der Start geht nicht in die Wertung ein, er ist nur Grundlage der folgenden Aufgaben, denn ohne Höhe geht nichts.
Zweitens: Der Zeitflug
Eine gruppenbezogene Aufgabe. Es fliegen bis zu 12 Piloten miteinander. Nach dem Start muss man ab dem Moment des ausklinkens aus dem Seil 10 Minuten frei in der Luft fliegen und dann auf einem Landepunkte, oder möglichst nah daran, landen. Für jede Sekunde Abweichung von der vorgegebenen Zeit oder für jeden Meter Entfernung vom Landepunkt, gibt es Punktabzug. Der Gruppenbeste erhält 1000 Punkte
Drittens: Der Streckenflug
Wieder gruppenbezogen, fliegen bis zu 6 Piloten miteinander. Es gilt eine durch Wendemarken im Raum aufgespannte Ebene so oft es geht in 4 Minuten zu durchfliegen. Die Entfernung zwischen diesen Ebenen beträgt 150m. Auch hier erhält der Beste 1000 Punkte. Im Durchschnitt werden um 20 Strecken geflogen.
Viertens: Der Geschwindigkeitsflug oder neudeutsch Speed
Hier fliegt immer nur ein Pilot und es gibt keine gruppenbezogene Wertung. Darum ist hier Wetterglück am meisten von nöten, nur wer Thermik hat, kann wirklich schnell sein. Nach dem Start muss der Pilot die 150m Strecke 4-mal durchfliegen. Dabei wird die benötigte Zeit gemessen. Der Schnellste des Durchgangs erhält die 1000 Punkte. Die Durchschnittszeiten liegen um 17s, der Weltrekord bei unter 14s. Inoffiziell hält Martin Weberschock mit einer Zeit von 12,93s, die er in Kirchheim 2008 erflogen hat, die Bestmarke inne.
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