Berichte 2008

Berichte 2007

 

Berichte 2009

 

Salzburger 2008

Kirchheim 2008

Neuhardenberg 2008

Örebro 2008

Zwischenbericht

Arnhem 2008

Kulmbach 2008

Kassel 2008

Brno 2008

Luenen 2008

Muenchen 2008


Oktoberfestpokal 2008 in München

Schweizer triumphieren in Bayern

Seit nun mehr 33 Jahren ist der Oktoberfestpokal der F3B-Wettbewerb der Saison. Jedes Jahr bildet er den Abschluss einer wie in diesem Jahr insgesamt 12 Wettbewerbe langen Saison. Jedes Jahr kommen weit über 100 Piloten aus ganz Europa und wie in diesem Jahr auch aus Australien zusammen um den Saisonabschluss zu feiern und noch mal wichtige Punkte zu holen. Auch wenn die Contest-Wertung dieses Jahr schon auf den ersten Plätzen unverrückbar fest stand, ging es doch noch um die Qualifikation für die WM 2009 im deutschen Team.

Aber von Anfang an...

Der Zeitflug von Runde eins bot wenig spektakuläres. Pech hatte Martin Herrig, der sich wegen eines Absturzes bereits hier aus dem Titelrennen verabschiedete. Im Anschluss wurde der Geschwindigkeitsflug geflogen. Bei eher wenig Wind aber teils vorhandener Thermik lagen die Zeit bereits ab dem achten Starter (Christian Müller - SUI) im 14er Bereich. Auch Andreas Herrig verabschiedete sich hier aus dem Titelrennen, da er an der zweiten B-Wende eine Ehrenrunde fliegen durfte.

Der anschließende Zeitflug differenzierte aber deutlich. Teils großflächige starke Thermik machte es einerseits zu einer Landeübung. Dies ist in München auch gar nicht so einfach, weil Stecken ur bedingt machbar ist, denn unter einer ca. 10cm dicken Erdschicht wird aus dem Platz ein Geröllfeld. Die, die doch steckten hatten entweder viel Glück oder danach einiges zu reparieren. Teils sehr schlechte Luft ließ aber einige Gruppen ganz schön verzweifeln. So ließ beispielsweise Michael Seyfang wichtige Punkte in dieser Runde liegen.

Fortgesetzt wurde der Wettbewerb mit Streckenflug von Runde eins und den ersten Gruppen von Runde zwei der gleichen Aufgabe. Der Samstag begann im Gegensatz zum Sonntag mit schönem Wetter und ohne Nebel. Nach letztlich drei vollständig geflogenen Runde ohne FlyOff sicherte sich Andreas Böhlen die 100% für die Contest-Wertung vor Christian Müller und Roland Hofmann.

Im FlyOff der besten sechs Piloten siegte Andreas Böhlen souverän vor Peter Hubbertz und Roland Hofmann. Dabei schafften nur Peter und Andreas die geforderten 15 Minuten im Zeitflug. Andreas gewann aber im Streckenflug und im Speed sicherte sich Roland Hofmann den Tausender mit einer 15er Zeit. Die FlyOff - Bedingungen waren insofern erschwert, das es keine persönlichen Helfer als Ansager gab. Zeiten wurden von offiziellen Helfern gegeben und gestartet wurde von Mannschaftskameraden. Es wurde also mal gezeigt wer souverän auch ohne Helfer fliegen kann. Im Speed flogen alle sechs gleichzeitig in einer Rahmenzeit von 10 Minuten. Dabei hatte jeder Pilot drei Versuche und der letzte Versuch zählte.

In der Teamwertung gewann das FSG-Lünen 1 mit Martin Weberschock, Tobias Knoblauch und Peter Hubbertz. Die Speedwertung sicherte sich Andreas Böhlen. Bei den Jungendlichen gewann der 10 jährige Bernhard Flixeder vor Patrick Piss. Der Münchner Gabentisch war wie jedes Jahr wieder reichlichst gedeckt, so dass für jeden was dabei war und sich die Anreise wenigstens deshalb gelohnt haben sollte.

Die Contest-Wertung gewann mit 300% (+100% Streichergebnis) souverän Martin Herrig vor seinem Bruder Andreas. Platz drei belegte Andreas Böhlen. Danach folgen Christian Müller und Martin Weberschock. Die beiden Herrigs und Martin siegten damit auch in der Deutschen Meisterschaft, die wie auch schon im Vorjahr, dezentral ausgetragen wurde.

Jugend –Contest - Sieger wurde Bernhard Flixeder vor Patrick Piss und Florian Muff.

Die Frage wer nun Deutschland auf der WM 2009 in Brno vertritt kann an dieser Stelle noch nicht vollständig geklärt werden. Feststeht das Martin Herrig außerhalb der Mannschaft auf den Einzeltitel fliegt. Damit fahren neben seinem Bruder Andreas noch Martin Weberschock und laut Platzierung noch Peter Hubbertz, der sich aber dazu noch nicht geäußert hat.

Ich wünsche alle F3B-Piloten jetzt ein entspanntes Winterhalbjahr und bis zum nächsten Jahr in Salzburg, wenn es wieder heißt : „Rahmenzeit beginnt mit dem Signal!“

Zum Seitenanfang


Lippeweidenpokal 2008 in Lünen

Doppelsieg für Team KiKa

Nach Nebelauflösung am Samstag konnte der Wettbewerb mit Zeitflug begonnen werden. Das hieß für fast alle der 90 angereisten Piloten, die Landung musste passen, die Zeit selbst war kein Problem. Bei wolkigem Himmel ohne Wind wurde danach der Geschwindigkeitsflug von Runde 1 geflogen. Entgegen dem Ärger einiger Piloten so früh starten zu müssen, blieben die Bedingungen über den gesamten Zeitraum konstant, wurden sogar zum Ende des Feldes eher schlechter, so dass 16er und 17er Zeiten schon für hohe Punkte bzw. den Tausender reichten.Angemerkt werden sollte hier noch, das uns als Arbeitszeit für den Speed vier Minuten zur Verfügung standen, was doch einige Möglichkeiten zum Taktieren und Nachstarten bot.

Auch im anschließenden Streckenflug blieben die Bedingungen konstant, so dass Streckenzahlen bis max. 24 erflogen werden konnten.

Die Wetterbedingungen änderten sich über das gesamte Wochenende kaum. Der wind frischte nur wenig auf. Wer den Platz in Lünen kennt, weiß um die Nähe des Flusses Lippe. Auch in diesem Jahr fielen gleich mehrere Flieger hinein. Meist war die Bergung vom Ufer aus möglich nur einmal mussten die lauen Septembertage dazu genutzt werden die eigentlich bereits beendete Badesaison noch einmal zu verlängern.

Im Speed von Runde drei wurde es noch mal spannend, als Michael Seyfang mit einer 18er Zeit viele Punkte zum zweitplatzierten Jochen Muff liegen ließ. Sein Problem war, das sein A-Modell in der vorhergehenden Flugaufgabe beschädigt wurde und er so auf sein B-Modell zurückgreifen musste.

Trotzdem siegte Micha punktgleich mit Jochen vor Denis Duchesne und Armin Hortzitz.

Den Show Down bildete das unabhängig vom Wettbewerb geflogene „KO-Speed-Duell-Fly-Off“. Hierbei traten immer zwei Piloten gleichzeitig in einer Rahmenzeit von 5 Minuten gegeneinander an. Der schnellere von beiden war dann eine Runde weiter. Hier konnten sich die besten acht mal ganz frei messen. Im Finale gewann Pasi Vaisannen. Auch wenn die Zeiten nicht so eindrucksvoll schnell wie im Vorjahr waren, war es doch mal interessant zu sehen, was eng Wenden nochmals an Zeit spart. Und wegen der fehlenden bzw. nur schwach ausgeprägten Thermik war das Können des Piloten und die Leistung der Modelle viel besser vergleichbar.

Zum Seitenanfang


Brno Cup 2008 in Brno

Das Wunder von Brno, zumindest aus deutscher Sicht blieb es aus

Ein wunderschöner Flugplatz war es der uns erwartete. Und vor allem reger Flugbetrieb seitens der F3B-Piloten und der Manntragenden. Fast im Minutentakt starteten und landeten die Maschinen während links von ihnen die Tschechen und Österreicher ein paar F3B-Flüge machten. Die hohen Temperaturen die für das Wochenende angesagt waren konnte man da auch schon genießen. Wir zogen es vor zumindest fliegerisch auf dem Boden zu bleiben und stattdessen den Tag mit einem Grillabend bei lauen Temperaturen ausklingen zu lassen.

Der Samstag begann windstill mit dem Zeitflug. Nicht wenige Piloten konnten die 10 Minuten nicht ausfliegen und verloren deshalb bereits hier an Boden.Auch der sich anschließende Streckenflug ließ erahnen wie schwierig die Bedingungen waren. Unterschiede von fünf Strecken waren keine Seltenheit.Im Speed lief es dementsprechend teils extrem gut, was 14er Zeiten bedeutete und teils genau anders rum, also 18er und schlechter, wohl gemerkt bie guten Piloten.Nach einer Runde führte Christian Müller vor Armin Hortzitz.Im Speed 2 vergab Armin die Chance auf einen guten Wettbewerb, in dem er eine Ehrenrunde fliegen musste, was für ihn eine 21er Zeit bedeutete.Auch die folgenden Aufgaben verliefen teils schlecht für die aus Deutschland angereisten. Anders dagegen für die Schweizer, die ihre Plätze behaupteten. Auch die Österreicher flogen vorne weg. Nach drei Runden in brütender Hitze bei wenig Wind am Samstag und anfänglich viel Wind am Sonntag, konnte sich Christian Müller (Freestyler3) den Sieg vor Andreas Böhlen (Ceres) sichern. Platz 3 belegte Francisco Pantano (Ceres). Den dreien und allen anderen herzlichen Glückwunsch!!

In der Teamwertung gewannen die beiden Schweizer mit Stefan Böhlen und die Jugendwertung sicherte sich Patrick Piss vor dem jungen Bernhard Flixeder.Der beste Deutsche war auf Platz 10 Thomas Schorb, der aber mit den Schweizern als Helferteam gestartet war.

Alles in allem war es ein heißer Kampf um den Sieg, bei dem viele Personen (be-)geschmiert wurden (keine Angst: nur mit Sonnencreme) und auch einiges getrunken wurde und ich mein dabei über den Tag Wasserhaltige und abends weniger wasserhaltige Getränke. Jan Stonavsky hat mit seinen Helfern einen schönen entspannten Wettbewerb organisiert und das Rahmenprogramm was geboten wurde (mehr oder weniger unfreiwillig) ließ keine Wünsche offen. Ich erwähne nur Kampfjetstaffeln, Seglerschlepps, Kampfhubschrauberstarts und eine Staffellandun sowie ein darauffolgender Staffelstart bei Sonnenuntergang von fünf Oldtimerflugzeugen.

Zum Seitenanfang


Spreepokal 2008 in Sputendorf

Favoritensieg mit nahezu perfekter Leistung

In diesem Jahr fanden knapp 50 Teilnehmer Platz auf dem Modellflugplatz bei Sputendorf. Viel mehr wären auch gar nicht möglich gewesen, stand doch ringsum 2m hoher Mais. Gerade einmal 15m waren zwischen der ersten Winde und dem Mais. Die Sperrung der westlichen Windenlinie war somit die einzige Möglichkeit um Landepunkte auszulegen und ein wenig Platz zum Landen im Streckenflug zu haben.

Runde 1 verlief dabei nach Nebelauflösung relativ ruhig. Der erste Speed wurde bereits in umgekehrter Reihenfolge zur Platzierung geflogen. Hier konnte sich Pasi Vaisännen den Tausender mit 16,68s sichern, bei Starts die absolut ohne Wind erfolgten. Im Speed 2 gewann Mike Müller mit 15,30s den Tausender deutlich vor dem Rest des Feldes.

Die Zeitflüge waren meist kein Problem einzig die Landung brachte einige schier zur Verzweiflung (mich eingenommen). Das Gras war echt kurz, so das ein Rutschen unumgänglich war oder man steckte. Hinzu kam, das die Wettbewerbsleitung verboten hatte, die Messlinien in Anflugrichtung auszulegen, um ein ungewolltes Bremsen mit deren Hilfe zu unterbinden. Der Sonntag begann ohne Nebel und mit Wind, sodass Runde 3 schnell vergessen war. Die thermischen Bedingungen machten es im Speed wieder einmal zur Lotterie, wobei scheinbar die ersten 5 den Hauptgewinn gezogen hatte. Bei ihnen war die Luft deutlich besser als beim Rest des Feldes. In Runde vier wurde nur noch Strecke und Speed geflogen. Ich möchte hier nur einen Flug einmal genauer beschreiben (wenn man das überhaupt kann)

Martin Herrig konnte mit 33 Strecken einen Tausender holen. Sein Flug war dabei so knapp und perfekt an den B-Wenden von ihm selbst geflogen, dass selbst sein Bruder Andreas als Helfer kaum Arbeit hatte. Als er gelandet war hieß es Patt mit Hansi Gölz. Da aber ein Anlagenfehler in dieser Gruppe aufgetreten war, musste sie noch einmal hoch. (Das Ergebnisse aber war gültig). Wieder konnte Martin 33 Strecken fliegen, doch dieses mal flog er der Konkurrenz schier davon, keiner konnte auch nur in die Nähe dieser Zahl kommen. Letztlich hieß es 8 Strecken Vorsprung vor allen anderen, auch vor Hansi.Im Speed konnte sich Martin den Sieg mit einem Tausender (14,02s) sichern. Sein Bruder Andreas (98%) wurde zweiter vor Armin Hortzitz (97,4%).

Alles in allem ein gelungener Wettkampf, den Axel Freiberg und sein Team organisiert haben, wofür man sich nur noch einmal bedanken kann.

Zum Seitenanfang


Plassenburgpokal und Dörnbergpokal 2008

Hier nur eine kurze Zusammenfassung für beide Wettbewerbe

In diesem Jahr konnte Kulmbach mit sehr gutem Wetter aufwarten. Dies war auch dringend nötig, hatten sich doch 90 Mann auf die Wiesen bei Melkendorf begeben. Die erste Runde war vom Zeitflug her noch schwierig, doch das besserte sich nach den ersten vier Gruppen. Große Überraschungen kamen erst im Speed. Teils sehr heftige Abwindsituationen wechselten mit sehr guten Aufwindbedingungen. Den Tausender holte sich dabei Andreas Herrig, der wieder einmal das Gespür für den perfekten Start und Flug hatte. Damit lag er gleich von Anfang an in Führung und vornweg, er gab sie auch nicht mehr ab. Auch der restliche Samstag war kaum anders, erst am Sonntag frischte der Wind auf und ließ somit bessere Höhen und gleichmäßigere Speedzeiten zu.

Letztlich siegte Andreas Herrig, der auch die Speedwertung gewann, vor Roland Hofmann und Andreas Böhlen.

In Kassel warteten andere Bedingungen auf uns, etwa windiger und kühler. Die Zeitflüge waren kaum das Problem. Auch die Streckenflüge gestalteten sich nicht schwierig, wobei doch teils schnell hereinziehende Thermik für einige böse Überraschungen sorgte.Im Speed konnte sich Armin Hortzitz mit der Startnummer 1, den Tausender sichern, nur Thomas Dylla hatte dich Chance ihm den abzunehmen, vergab aber diese Möglichkeit, da er zu wenig Risiko in den Wenden und mit dem Ballast ging.

Auch die folgenden Runden waren von ähnlichen Bedingungen geprägt, einzig eine Flugraumbeschränkung beim Streckenfliegen, nach Empfangsproblemen einiger Piloten beim Überfliegen der Windenlinie, brachte doch noch mal einige ins Straucheln, musste man doch jetzt auf der Seite des Dörnberges fliegen und konnte auch nur in einem engen Korridor landen.

Nach drei Runden siegte Armin Hortzitz vor Andreas Kunz und Bastian Hummel.

Insgesamt zwei lustige Wochenenden, mit gut organisierten Wettbewerben. Man kann sich nur bei beiden Veranstaltern und ihren Helfern bedanken. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Zum Seitenanfang


Arnhem Open in Arhem

Mit Lockerheit und viel Humor zum Sieg

Der erste Wettbewerb ist für einen Veranstalter immer eine besondere Herausforderung, schließlich will man alles perfekt machen und die teils von weither angereisten Piloten nicht enttäuschen. Dieser Herausforderung haben sich auch die holländischen Modellflugsportler aus Arnhem (deutsch: Arnheim) gestellt und vornweg schon mal sie haben sie perfekt gemeistert.

Nahezu 60 Teilnehmer reisten auf das riesige Gelände nur wenige Kilometer hinter der Grenze Deutschlands. Immerhin fünf Minuten Fahrt musste man in Kauf nehmen um vom Campingplatz, der an einer Ecke des Flugfeldes lag, zum Startplatz zu kommen. Die Wettervorhersagen machten brachten dann doch einige Sorgen mit sich, war doch starker Wind und für Sonntag Regen angesagt.

Trotzdem machten wir uns frohen Mutes auf den Weg zum Startfeld. Der erste Zeitflug war für alle kein Problem, mittelmäßiger Wind und eine vor einer Baumreihe ausgeprägte Walze ließen bei dynamischerem Flugstil keine Wünsche offen. Erst im Laufe der Disziplin wurde es zunehmend thermischer und so mit auch etwas schwieriger, musste doch ein Bart teils weiter ins Lee verfolgt werden.

Die folgende Aufgabe war Streckenflug von Runde. Hier zeigte die Thermik dann was sie drauf hatte, mit 30 geflogenen Strecken konnte man immer noch nicht den Tausender verbuchen sondern musste akzeptieren dass irgendwie 300 Meter dazu fehlten. Das dies nicht immer so lief spürten doch einige Piloten. Der erste und zweite Speed waren dann geprägt von Tausender mit 14er Zeiten. Immerhin waren Starthöhen von über 300m keine Seltenheit und das mit Ballast weit über 3,2 kg.Strecke von Runde zwei und die ersten Gruppen des Zeitfluges der gleichen Runde beendeten dann fliegerisch den Tag. Der Sonntag begann windiger und so hieß es für den restlichen Zeitflug von Runde 2 und 3 kämpfen und nicht zu leicht fliegen. Nicht wenige Piloten ließen hier Federn und so wurde das Feld noch einmal stark durcheinander gewirbelt. Der Streckenflug von Runde drei sollte diesmal der Abschluss des Wettbewerbes sein. Aufziehende Regenwolken im entscheidenden Speed und der einsetzenden Regen ließen der Wettbewerbsleitung keine andere Möglichkeit als den Wettbewerb zu beenden.

Somit stand das Endergebnis fest. Tobias Knoblauch kann sich als erster Sieger der Arnhem Open feiern lassen. Er gewann den Wettbewerb vor Thomas Dylla und Michael Seyfang.

In der Speedwertung gab es gleich zwei Sieger, welche mit 14,53s die beste Zeit flogen Peter Hubbertz und Jan Stonavsky.

Vielen Dank an die Freunde aus Arnheim, die einen wirklich super Wettbewerb organisiert haben. Insbesondere die Helfer, die trotz Hitze und Regen unter dem Pylon, bei der Auswertung und an der Startstelle super gearbeitet haben. Wir kommen gern wieder zu den 2 Arnhem Open nächstes Jahr.

Zum Seitenanfang


Kleiner Zwischenbericht zur Sommerpause

Wenige Tage vor dem Ende der Sommerpause ist es doch mal an der Zeit einen kleinen Blick auf die vergangenen Wettbewerbe zu richten. Bereits fünf der insgesamt 12 (der Speedcup in Anthisnes hier mal ausgenommen) sind vorbei und es führen die immer gleichen Verdächtigen in der Contest-Wertung. Martin Herrig konnte mit Siegen in Kirchheim, Neuhardenberg und Schweden bereits 300% einfahren. Dahinter kommt mit 297% Martin Weberschock vor Andreas Herrig (295%). Es liegen zwar noch mehr als die Hälfte der Wettbewerbe vor uns, aber Martin hat damit schon erst mal eine gute Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben um auch in diesem Jahr die Contest-Wertung zu verteidigen. Auch eine Leistung sollte in diesem Rückblick nicht unerwähnt bleiben, der unglaubliche Speedweltrekord von Martin Weberschock. Gerne erinnern wir uns an dieses packende Flyoff und diese große gelbe 12,93 auf der Anzeige zurück.

Die dominierenden Modelle der Saison sind klar die Konstruktionen der beiden Brüder Herrig. Sowohl der Radical als auch der Freestyler konnten Siege erringen. Die größere Zahl der Piloten setzt dabei auf den Freestyler. Den „besseren“ von beiden Fliegern scheint es aber nicht zu geben, zumindest aus rein objektiver Sicht. (Psychologische Gründe wurden bei der letztgenannten Aussage ausgespart) Auch der Evolution und die Modelle des Teams um Stefan Eder erfreuen sich nach wie vor oder auch wieder zunehmend neuer Beliebtheit.

Auch neue Konstruktionen sind auf den Wiesen erschienen. Beispielsweise der bereits in einem früheren Bericht erwähnte „Shooter“ des KIKA-Teams oder eine neue Rumpfversion für den Tresher(Logo-Team) mit V-Leitwerk. Alle diese Flieger scheinen sich aber mehr und mehr anzugleichen und so kommt es doch eher auf die Einstellungen des Fliegers, die des Piloten und das Zusammenspiel beider Parteien (Pilot-Modell) an.

Ob und inwiefern es neue Modelle ab der zweiten Jahreshälfte vielleicht zu sehen gibt bleibt abzuwarten, aber selbst wenn nicht, an Spannung dürfte es auch in der zweiten Saisonhälfte nicht fehlen, schließen warten noch einige 10- Minuten-Zitterpartien, mehr oder weniger Langstreckenflüge und einige schnelle und richtig schnelle Speed`s auf uns.

Zum Seitenanfang


Örebro Open in Örebro

Fortuna verhilft zum Sieg aber bringt nicht nur Glück

Wer schon einmal in Schweden war weiß wie schön, ruhig und relaxt dieses Land und die Leute dort sind. Überall wo man hinkommt wird man mit einem fröhlichen „Heeeey“ ** begrüßt, selbst früh gegen 5.30Uhr und einer durchwachten Nacht. Das baut auf! Nach nur 15 Stunden Fahrzeit im Auto und Fähre kamen wir gegen 9.30 Uhr auf dem Fluggelände unweit von Örebro an. Etwas verschlafen bauten wir unsere Winden auf und entschlossen uns die folgenden Nächte nicht im Zelt sondern hinter Schwedischen Gardinen unweit des Platzes zu verbringen.Nachdem wir dies arrangiert hatten, ging es wieder auf den Platz. Bei immerhin fast 30°C und keinem Wind war das Fliegen schon echt ganz schön anstrengend. Insbesondere die thermischen Bedingungen waren eine Herausforderung und zeigten uns schon einmal auf wie spannend es werden würde. Auch der Rückenwind machte einigen Piloten zu schaffen.Bis zum Abend waren die meisten der Teilnehmer eingetroffen und genossen noch die abendlich gleichmäßige Thermik bei angenehmeren Temperaturen.

Der Samstagmorgen begann mit dem Umbau der Winden, da der Wind gedreht und fast alle gestern bereits ihr Equipment aufgebaut hatten. Als dies erledigt war begann der Wettbewerb mit dem Zeitflug.Insbesondere die ersten Gruppen konnten nicht wirklich über diese 10 Minuten lachen, hieß es doch teils eine oder mehr Minuten an einer Waldkante entlang gleiten und die schwachen Aufwinde mitnehmen. Hier galt nur eines, wer zu schwer war hatte keine Chance.

Der Speed war bereits geprägt von eher durchwachsenen thermischen Bedingungen und selektierte bereits stark.Der Streckenflug war schon ausgeglichener, Auch wenn die Streckenzahlen von 14-25 variierten, gab es kaum Überraschungen.Nur eine Gruppe war interessant und erwähnenswert. Martin Herrig und Martin Weberschock zusammen mit Pasi Väisänen in einer Gruppe. Alle drei auf einer Seite geflogen, vergaben sie alle den Tausender um 2 oder mehr Strecken. Einer mit dem niemand gerechnet hatte nutzte den Außenseitervorteil und flog frei heraus auf den anderen Seite und gewann mit 21 Strecken. Da waren die drei schon ganz schön überrascht nahmen es aber mit Humor.Dem schloss sich der Streckenflug von Runde 2 an. Dieser verlief für mich nicht so glücklich, da mein Modell nach dem ich gelandet war auf Grund der Landung eines zweiten Modells genau auf diesem so unglücklich beschädigt wurde, das es nicht mehr eingesetzt werden konnte. Betrachtet man es aus philosophischer Sicht könnte man es Schicksal nennen, berechnet aber mal nach mathematischen Methoden die Wahrscheinlichkeit das dies passieren muss sollte man es wohl eher Pech nennen. Ich als pessimistisch veranlagter Mensch nannte es die Realität.Der Speed der sich anschloss ging dann wieder reibungslos über die Bühne. Auch der Grossteil der Zeitfluggruppen konnte noch geflogen werden. Nach dem ersten Tag hatte sich Andreas Herrig schon einen sehr komfortablen Vorsprung gesichtert, den auch keiner mehr gefährden konnte so schien es zumindest.Der Sonntag begann wieder mit Windenumbau, also einer ausgiebigen Runde Morgensport. Auch der Wind hatte zugelegt und so ging es mit etwas komischen Gefühl in den Zeitflug von Runde 2 und 3. Dieser brach mir wie meinem Rumpf am Vortag nun endgültig das Genick, nur 7:23 und keine Landepunkte war die ernüchternde Bilanz, und das weil ich nicht das richtige Gefühl mit dem Flieger für die schwache und weitentfernte Thermik hatte, eben ein Satz mit „x“.

Der Streckenflug wurde vor allem von einem Mann dominiert Joakim Stahl. Seine 29 Strecken versauten Peter Hubbertz den möglichen Sieg. Joakim konnte fast 3 Minuten in der Thermik Höhe aufbauen, in die Peter nicht mehr kam, weil er beim Start nicht schnell genug hochkam. So vergab er gleich 7 Strecken. Aber auch Andreas Herrig ließ jetzt Federn. Eine im Nachhinein gesehen sinnlose und viel zu riskante B-Wende ließ ihn in den Seilen landen, was 300 Strafpunkte mit sich brachte. Grund dafür war ein Erdhaufen der nur wenige Meter hinter der B-Wende aufgeschüttet ist und so nur wenig Platz zum Landen ließ. Zumal er für den Tausender die Strecke nicht gebraucht hätte, doppelt ärgerlich also.Und so führte vor dem letzten Speed Martin Weberschock vor Andreas Kunz und Martin Herrig.

Und hier spielte Fortuna wirklich ihre Karten aus. Während Andreas Herrig mit einem starken Bart eine 13er Zeit fliegen konnte und sein Bruder eine 14er Zeit auf seine Habenseite schreiben durfte, hatte Martin Weberschock Pech. Bereits bei Andreas Kunz, der sich mit einer 16er Zeit Platz 3 sicherte zeichnete sich ab, was passieren würde. Martin Weberschock musste in schlechter Luft schnell sein um zu gewinnen und flog einen Cut an der letzten B. Beim Überflug bekam er allerdings ein Signal obwohl er noch gar nicht eingeflogen war und das verwirrte ihn doch etwas, was sicherlich zu diesem Cut seinen Anteil hatte. Im anschließenden Reflight wurde die Luft noch schlechter, aber auch einen Wiederholungsstart wollte er nicht machen und so verabschiedete er sich mit einer unglücklichen 18er zeit und Platz 4 aus dem Wettbewerb. Gewonnen hat ihn letztlich Martin Herrig mit 3 Punkten Vorsprung vor seinem Bruder, die diesmal beide eher von Glück reden durften es wieder geschafft zu haben. Platz 3 belegte Andreas Kunz.

Als Trophäen gab es Liegestühle für das beste Team (Mit Glück das Team TU-Dresden) und die besten drei und ein T-Shirt für den „Speedmaster“ (Andreas Herrig). Aus meiner Sicht nur das i-Tüpfelchen auf einem ansonsten perfekten Wettbewerb, bei unseren schwedischen Kollegen. Dankeschön dafür! Und auch wenn die An- und Abreise sehr lang ist sehen wir uns bestimmt wieder 2009 in Örebro.

*Anmerkung des Autors: Mit „Fortuna“ ist kein Fußballverein gemeint, sondern die Schicksalsgöttin der griechischen Mythologie. Fortuna war oder ist streng genommen die Göttin der glücklichen oder eben auch unglücklichen Fügung und des Zufalls in alten Griechenland. Auch in der Mythologie der Römer hatte Fortuna eine ähnliche Rolle.Wer das aber genau wissen möchte sollte vielleicht mal bei „Wikipedia“ nachschauen oder sich in einer Bücherei belesen.

**Anmerkung des Autors: Auf Rechtschreibung wurde auf Grund der akustischen Reproduzier- und Verständlichkeit keine Rücksicht genommen

Zum Seitenanfang


Oderlandpokal 2008 in Neuhardenberg

Martin Herrig siegt mit phänomenalem Vorsprung in Kirchheim und schockt die Konkurrenz

Fast 60 Teilnehmer kamen an diesem Wochenende auf die großflächige Wiesenlandschaft nahe Neuhardenberg. Alle erwartete Samstagmorgen ein eher laues Lüftchen und mit Wolken verschlossener Himmel.

Der Zeitflug begann somit ohne Verzögerung exakt nach Zeitplan 8:30 und war für viele nicht das große Problem. Einige hingegen unterschätzten die Tücken des Platzes oder hatten einfach nur Pech. So zum Beispiel Andreas Herrig der es im Abwind nicht mal mehr zum Landepunkt schaffte und sich dadurch gleich aus dem Titelkampf verabschiedete.Anschließend an den Zeitflug wurde der Streckenflug bei immer noch toter Luft geflogen. Nur bei wenigen Gruppen waren mehr als 22 Strecken möglich.

Der Speed sah noch öder aus. Kein Vergleich mehr zur Zeitenjagd in Kirchheim Es hieß nur sauber und eng fliegen um überhaupt in den 17er Bereich zu kommen. Die Führung übernahm Mike Müller mit der sich vor Martin Herrig mit eine 16er Zeit etablieren konnte.

Runde zwei begann mit Zeitflug, der in ähnlich toter Luft geflogen werden musste. Trotzdem schafften die meisten Piloten problemlos die zehn Minuten. Der Streckenflug folgte dem auf ähnlichem Weg. Der sich anschließende Speed wurde abends von nur wenigen 16er Zeiten beherrscht. Abschließend wurden noch einige Gruppen des Zeitfluges von Runde 3 geflogen, dies hob die Laune vieler Piloten hieße es doch nur die Landung irgendwie hinzaubern und die Sekunden nicht zu viel wegzugeben.

Der Sonntag begann wolkig und kühl mit den restlichen Gruppen des Zeitfluges von Runde 3. Diese hatten erstaunlicherweise von Anfang Thermik wenn auch nur schwach aber zum Kreisen geeignet und schafften ihre Zeit mehr oder weniger ohne ins Schwitzen zu kommen.

Die Fortsetzung fand der Wettbewerb mit dem Streckenflug, ich denke viele von euch können sich denken wie es weiterging nach den ersten Zeitflügen mit ersten schwachen aber gut ausgeprägten Bärten. Und für die anderen die es gern lesen wollen schreibe ich es gern auch hin. Die Luft war wieder „tot“ (Physiker und Biologen mögen mir da verzeihen ich weiß auch das ein Gas keine Lebensform ist! Das „tot“ ist hier metaphorisch gemeint.)Nur in zwei Gruppe konnten 24 Strecken geflogen werden und immer nur dann wenn die Sonne mal die Wolken richtig auflöste und die Luft etwas erwärmte.Runde drei konnten wir mit Speed beenden. Hier viel vor allem Martin Herrig wieder auf. Nachdem Mike Müller der zu dieser Zeit auf Platz2 lag die Nerven nicht richtig unter Kontrolle hatte und so nur in den 20er Bereich kam, konnte Martin beruhigt 60 Sekunden Thermik in einem guten Bart ausnutzen und dies sauber in eine 14,2er Zeit umsetzen. Das bedeutete für alle andren die sich bemüht hatten die 17er Zeit in wirklich toter Luft zu fliegen, ab mit ihren Punkten in den Keller.

Abschluss fand der Wettkampf mit dem Speed von Runde 4. Den konnte Tobias Knoblauch mit einer 16,4er Zeit für sich entscheiden. Bezeichnend für die Bedingungen war die 20er Zeit von Martin Weberschock. Ohne Verwender mit knappen Wenden und sauberen Flug wohlgemerkt. Den Sieg holte sich wie in Kirchheim souverän Martin Herrig ( damit 100%) vor Thomas Dylla (97,1%) und Mike Müller.(Man beachte die Prozentabstände!!!)Ein aus Martins `Sicht triumphaler Sieg, der ihn wieder nah an den Gesamtsieg in der Contest-Eurotour bringen könnte. Mal sehen was über die Saison noch passiert!!

Trotzdem haben die Jungs aus Neuhardenberg einen super Wettkampf hingelegt. Danke dafür!! Auch Petrus hatte Mitleid nicht selten zogen dunkel Fronten um den Platz ohne auch nur nennenswert Tröpfchen dabei als Andenken dazu lassen

Zum Seitenanfang


Salzburger Wanderpokalfliegen in Hallwang

Es zeigte sich wieder das der gewinnt der die besten Nerven hat

Wenn man die Leute auf der Straße fragt was ihnen so zu Salzburg einfällt, wird man gewiss verschiedene und sehr wissenswerte Antworten bekommen.Wenn man aber einen F3B_Piloten fragt wird der mit Sicherheit nur sagen, dass es der alljährliche Saisonauftakt ist. Auch in diesem Jahr waren wieder fast 70 Piloten hoch motiviert und glücklich dass es endlich wieder los geht in ihre Autos gesprungen und in Richtung Salzburger Land gefahren.

Was die Anreisenden am Freitag dort erwartete waren fast 20°C und ein leichter Wind. Dazu noch eine traumhafte Sicht auf die umliegenden Schnee bedeckten Gipfel der Alpen. Ein traumhafter Beginn für eine Saison schien es zu werden. Also alle begrüßt die da waren und die Winden noch aufgebaut schließlich wollte man morgens lang schlafen und der Aufbaurhythmus musste auch erst wieder gefunden werden.

Nach dem dies erledigt war ging es mit ein gewissen Vorfreude und Anspannung ins Hotel. Man fragte sich ob sich das Training gelohnt hat, welche neuen Flieger es gibt und wer jetzt nun welchen Flieger einsetzt.

Der nächste Morgen dagegen war ein leichter Dämpfer für die Euphorie. Es regnete leider und so kamen wieder die Gedanken auf an die nassen Stunden in den Zelten ohne auch nur eine Chance auf einen Flug zu haben. Diese Melancholie war schnell wie vom Winde verweht. Nicht nur das der Regen Einsicht mit uns zeigte. Viele der abends aufgestellten Zelte standen nicht mehr oder waren sogar wirklich vom Winde verweht. Vor allem die Zelte des Veranstalters der Fliegergruppe aus Salzburg hatte es hart getroffen , da ihre Zelte 200m weiter weg auf dem Feld lagen. Davon ließen sie sich aber nicht abschrecken und mit nur einer geringen Verspätung konnte der Wettbewerb eröffnet werden. Etwas feierlich war die Eröffnung trotz allem schließlich feierten die Salzburger 60 Jahre Modellflug.

Nun aber zum Wettbewerbsgeschehen: Die erste Disziplin war der Zeitflug, gerade für die erste Gruppe ein sehr schlechter Saisonbeginn. Nicht wenige verfehlten en Tausender um mehr als zwei Minuten. Reinhard Liese und mir selbst erging es nicht besser. Nur Joseph Mögn und Fidel Frick ließen sich davon nicht beirren und zeigten das auch da schon 10 Minuten möglich waren. Auch für die folgenden Gruppen war die Zeit dann nicht mehr das Problem, dann eher die Landung auf dem teils abschüssigen Gelände. Der sich anschließende erste Streckenflug verlief ohne besondere Vorkommnisse. Durchschnittlich brauchte man schon 20 oder sogar 21 Strecken um den Tausender zu holen. Im Speed zeigten dann wieder die Favoriten wie der Hase läuft. Erste 15er Zeiten waren schnell gefallen, obwohl die Bedingungen nicht immer dafür Anlass boten. Auch im gleichen folgenden zweiten Speed änderte sich daran nichts. Pech hatte Andrea Herrig, der wegen einer verstellten Hilfsvisiers an der A-Wende gleich zwei Cuts geflogen ist und so über 30 Sekunden brauchte. Dem schloss sich nahtlos dann der Streckenflug an, ohne groß geänderte Bedingungen konnten viele über 20 Strecken hinzaubern. Der abschließende Zeitflug war dann auch nur noch reine Formsache, hieß es doch nur über der nahen Siedlung seine Bahnen 10 Minuten zu ziehen.

Der Sonntag begann mit schönstem Sonnenschein, ohne Sturm und ohne irgendein Lüftchen mit dem Streckenflug. Irgendwie hatte man das Gefühl das immer wieder der gleiche Film ablief, denn auch hier hatten sich nur selten die Bedingungen stark geändert. Wenige starke Bärte ermöglichte Flüge mit 25 Strecken. Der Zeitflug war da schon interessanter. Die ersten Gruppen hatten doch stark mit der toten Luft zu kämpfen und nicht wenige scheiterten dabei leider.

Das spannendste kam diesmal aber zum Schluss. Der Speed von Runde 3 welcher dominiert wurde von Andreas Herrig, der sich mit 15,57s die schnellste Zeit holte war letztlich entscheidend für den Ausgang dieses Wettbewerbs Die beiden Extraklassepiloten Andreas Böhlen, zu der Zeit auf Platz 2, und Martin Herrig, führend bis dahin, lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, welches letztlich Andreas Böhlen für sich entscheiden konnte, da Martin an der letzten B abkürzen wollte und so eine sehr riskante Ehrenrunde drehte, die ihn beinahe das Modell gekostet hätte.

Im Fly-Off der besten sechs änderte sich daran auch nichts mehr. Mit 15 Minuten Zeitflug hatten die meisten keine Probleme nur Christian Müller musste hier Federn lassen. Den Streckenflug nach normalen Regeln verlief normal und im Speed konnte sich Martin Herrig mit 16,13s noch einmal die schnellste Zeit sichern, so dass Andreas Böhlen den Wettbewerb vor Peter Hoffmann und Martin Weberschock gewinnen konnte.

Zu den Modellen noch kurz ein Wort: Das meist geflogene Modell ist der Freestyler 3 von TUD Modelltechnik, der doch ein sehr gutes Handling und ausgewogene Eigenschaften hat. gefolgt vom Evolution, der mit Andreas Böhlen das perfekte Gespann bildet. Ein neues Modell ist der „Shooter“. Er hat sehr gute Flugeigenschaften vorzuweisen scheint aber noch einige Einstellungen zu brauchen. Man wird dessen Entwicklung weiter beobachten müssen und darf auf jeden Fall gespannt sein.

Zum Seitenanfang


Die 5. Kirchheim Open in Hülben

Martin Herrig gewinnt souverän und Martin Weberschock durchbricht die magische Grenze

Drei Tage mit 98 Piloten das klingt nach einem sehr entspannten Wettbewerb und wenn man den Wetterbericht hörte freute man sich direkt auf diesen Wettbewerb. Das dieser dann alles andere als normal werden sollte wusste absolut keiner.

Aber von Anfang an...

Der Samstag begann verregnet und mit dichten Wolken, trotzdem konnte sehr früh mit dem Zeitflug begonnen werden. Die ersten drei Gruppen waren schnell abgehandelt. Einigen Piloten ging es aber wie immer nicht schnell genug und sie landeten noch vor dem Ende ihrer 10 Minuten.

Die vierte Gruppe sollte dieses Problem eher nicht haben, allerdings sorgten tiefhängende Wolken für einen 5-maligen Startversuch. Das hieß dann bei unseren Team schon den ersten Akku wechseln. Als dann der 4.Versuch zumindest vom Start her klappte, hatte man schon die Hoffnung jetzt fliegen zu können, doch auch hier waren schnell wieder die ersten Piloten in den Wolken und es heiß wieder runter und warten.

Letztlich ließ Petrus Gnade vor Recht ergehen und auch die anderen Gruppen konnten ihren Wettbewerb beginnen.

Dem Zeitflug schloss sich der Speedflug an. Schon nach ein paar Startern war klar das es dieses Wochenende sehr schnell werden würde. Die ersten 14er Zeiten waren schnell gefallen, und nicht nur gerade so angekratzt sondern schon fast unterboten. Dem schloss sich gleich der zweite Speed an. Hier wurde deutlich wie schnell es werden konnte. Martin Herrig flog in 13,77s seinen Speed und war damit nur eine Hundertstel langsamer als sein Bruder Andreas n Lünen letzten Jahres, der dort den inoffiziellen Speedweltrekord aufstellte. Damit übernahm er auch Platz 2 in der Gesamtwertung. Nach diesem Schock für die meisten, denn die Thermiklotterie brachte nicht nur Gewinner hervor, sollte es zur Entspannung einen Zeitflug geben. Doch auch hier war schnell sichtbar das es dort wo es schnell hochgeht auch wieder sehr schnell nach unten gehen kann. Insbesondere Stefan Böhlen musste dies leidvoll erfahren. Bis dahin in Führung liegend verlor er diese durch eine ungewollte vorzeitige Landung.

Zum Abschluss des Freitags begannen wir dann noch mit Streckenflug, auch hier war wieder eins deutlich „himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt“ ist nicht nur ein Sprichwort welches das Denken der Menschen im Barock beschreibt. Mit 30 Strecken zeigte Reinhard Liese der Konkurrenz was in seinem neuen Modell „Shooter“ steckt und sorgte bei vielen dafür das sie hier schon ihre Siegesträume begraben mussten.

Samstag galt es dann bei schönstem aber sehr kalten Wetter den Streckenflug noch zu beenden und dem gleich einen zweiten anzuschließen. Auch hier war die Thermiklotterie deutlich spürbar und sorgte für einige lachende aber auch viele weinende Augen.

Dem gesamten Glücksspiel schloss sich auch Runde drei nicht aus. Gegen Abend durften dann och die ersten Zeitflug der vierten Runde fliegen. Dabei sollte besonders die letzte Gruppe hervorgehoben werden. Nur ein Pilot schaffte die 10 Minuten im Lee abzufliegen, die anderen mussten nach 5 oder nur wenig mehr Minuten landen. Wer dieser Pilot ist fragt ihr euch jetzt als Leser bestimmt? Ich denke lass euch gern raten nur soviel seine Initialen sind R wie Reinhard und L wie Liese.

Das ich ersten am nächsten morgen fliegen durfte machte mir doch einige Sorgen, und so kam das aufbauende Kommentar von meinem Teamkollegen: „Bleib ganz ruhig in Kirchheim sind wir früh noch nie abgesoffen“ Es konnte ja keiner wissen das es immer ein erstes Mal gibt.

Der sehr stürmische Sonntagmorgen begann wieder sonnig. Der Zeitflug wurde fortgesetzt und es kam wie es kommen musste. Keiner der ersten Gruppen schaffte die zehn Minuten und die Tausender wurden nur an sehr mutige und glückliche Piloten verteilt. Ärgerlich vor allem das Andreas Böhlen seinen „Evolution“ wegen Empfangsproblemen verlor und auch Christian Müllers „Freestyler3“ einem ähnlichen Schicksal nicht entging.

Auch der vierte Streckenflug war mehr als nur eine kleine Herausforderung. Hieß es doch mit mehr als 3kg gegen den Wind im Saufen anzukämpfen. Die durchschnittlich höchste Streckenzahl lag für die gesamte Runde bei schätzungsweise 15. Wie schwer und wie glücklich die Piloten die mit 1000 Punkten aus dieser Aufgabe kamen waren, lässt sich nur durch Augenzeugenberichte wiedergeben. Einige Helfer aus den Reihen des Veranstalters aus Kirchheim waren jedoch froh mal nicht fliegen zu müssen.

Der abschließende Speed änderte an der Reihenfolge der Platzierungen nichts mehr, weshalb ich gleich zum Fly-Off kommen möchte:

Die ersten 12 Piloten mussten zu erst 10 Minuten Zeitfliegen(kein Problem für alle), dann in zwei ausgelosten Gruppen Strecke und dann Speed mit 4 Minuten Rahmenzeit fliegen.

Der Streckenflug war wie der von Runde vier sehr schwierig. So vergaben sowohl Martin Herrig als auch Martin Weberschock dort ihre Tausender deutlich.

Der Speed der besten 12 war der wirklich krönende Abschluss dieses Wettbewerbs.

Während die ersten beiden noch im Abwind flogen wurde es bald zusehends besser und die meisten Piloten begannen vor dem Flug zu kreisen.

Dies tat auch Martin Weberschock. Als er nach sehr gutem Höhengewinn in die Strecke einflog wurde es ganz ruhig. Die erste Wende schön rund, kurz gesagt perfekt, auch die zweite. Die dritte gelang ihm genauso perfekt und als er aus der Strecke ausflog und die Uhr bei 12,93s stehen blieb hielt es keinen mehr auf dem Stuhl. Standing Ovations waren angesagt. Martin Herrig konnte seinen Sieg mit der zweiten 13er Zeit perfekt machen und Andreas musste im Abwind mit einer 17 Zeit seinen zweiten Platz an Martin Weberschock abgeben.

Zusammenfassend gibt’s nur eins zusagen zu diesem Wettbewerb. Wie Martin sein Weltrekord war er einfach nur perfekt und man kann den Helfern aus Kirchheim nur ein großes Lob und vielen Dank für diese perfekte Ausführung aussprechen. Herzlichen Dank für diese drei Tage...

Zum Seitenanfang